Auto winterfest machen: 11 Profi-Tipps für das Fahren bei Schnee und Eis

Auto Winterfest machen

Die Wintersaison hat begonnen. Kälte stellt eine hohe Belastung für jedes Fahrzeug dar. Höchste Zeit, Ihren PKW auf Funktionalität und Wintertauglichkeit zu prüfen und winterfit zu machen. ChipsAway hat die wichtigsten Tipps zur Autopflege für die frostige Jahreszeit für Sie zusammengestellt.

 

  1. Worauf sollten Sie bei einem Winter-Check Ihres Autos achten?
  2. Winter-Check: Wintertauglichkeit von Profis prüfen lassen
  3. Garage als Pluspunkt
  4. Auto waschen im Winter – ja oder nein?
  5. Wichtige Hinweise zum Fahren bei Eis und Schnee

 
 
 

Worauf sollten Sie bei einem Winter-Check Ihres Autos achten?

Keine Sorge: Sie müssen kein Experte oder Expertin sein. Vieles lässt sich unkompliziert selbst prüfen und organisieren, bevor Sie sich bei winterlichen Temperaturen ins Auto setzen. Wir verraten Ihnen worauf Sie dabei achten sollten.

 

1. Winterreifen aufziehen

Von 1. November bis 15. April herrscht in Österreich die witterungsbedingte Winterreifenpflicht. Ihre Reifen sollten mit dem M+S Symbol gekennzeichnet sein. Prüfen Sie unbedingt die Profiltiefe, falls Sie keine neuen Pneus montieren: Mindestens vier Millimeter sind bei PKWs und LKWs unter 3,5 Tonnen Pflicht.
Übrigens: Bei geschlossener Schneedecke dürfen Sie theoretisch mit Sommerbereifung und Schneeketten an mindestens zwei Antriebsrädern fahren. Allerdings rät der ÖAMTC aus Sicherheits-Gründen davon ab.

 

2. Frostschutzmittel einfüllen

Um ihr Auto winterfit zu machen, denken Sie an Frostschutz für die Kühleranlage, die Scheibenwaschanlage und die Türschlösser.

  • Ein Kühler-Frostschutz bis minus 25 Grad Celsius beugt einem Motorschaden vor.
  • Füllen Sie Scheibenwasser mit Anti-Frost ein. Das verhindert, dass die Scheibenwischerflüssigkeit bei niedrigen Temperaturen einfriert. Schlimmstenfalls haben Sie sonst bei Schneefall keine Möglichkeit, die Windschutzscheibe von Schnee zu befreien und für Klarsicht zu sorgen.
  • Vergessen Sie die Türschlösser nicht: Sprühen Sie diese vor dem ersten Frost mit einem Schloss-Spray ein. Ein ergänzender Türschlossenteiser ist zur Sicherheit sinnvoll. Deponieren Sie ihn aber nicht im Auto. Nehmen Sie ihn griffbereit in der Tasche mit.

 

3. Reinigung der Fensterscheiben, Kontrolle der Scheibenwischer

Säubern Sie die Scheiben Ihres Fahrzeugs von innen. Dadurch beschlagen sie nicht so schnell. Sind Ihre Scheibenwischer noch intakt? Sollten die Wischerblätter bereits Schlieren ziehen, wechseln Sie diese am besten aus. Damit die Gummis der Scheibenwischer auf dem Parkplatz nicht festfrieren und beschädigt werden, legen Sie Isolationsfolie darunter.

 

4. Lackschäden und Steinschläge beheben

Bei tiefen Kratzern oder Lackschäden müssen Sie aufpassen. Denn die kalte Jahreszeit bedeutet zumeist länger anhaltende Feuchtigkeit und damit auch Gefahr von Korrosionen. Und wenn Sie erst einmal Rost in der Karosserie haben, werden Sie Ihn nur schwer wieder los. 
Auch offene Steinschläge an der Windschutzscheibe sollten behoben werden. Denn im Winter gelangt besonders einfach Feuchtigkeit und Schmutz in den Krater. Dies verhindert eine rückstandsfreie Reparatur. Packen Sie die Gelegenheit beim Schopf und lassen Sie Ihre Autoschäden noch vor dem Einbruch des Winters reparieren. ChipsAway ist mit 28 Stützpunkten in ganz Österreich für Sie da.

 

5. Gummipflege ernst nehmen

Regen, Frost und Kälte setzen den Gummidichtungen zu. Halten Sie den Gummi unbedingt sauber und trocken. Damit die Gummidichtungen an Türen und Heckklappen geschmeidig bleiben und nicht spröde und brüchig werden, verwenden Sie einen Fettstift, Glycerin (aus der Apotheke) oder Talkum.

 

6. Autobatterie prüfen

In den Wintermonaten muss die Autobatterie Höchstleistungen vollbringen:

  • Der Anlasser benötigt mehr Strom.
  • Sie fahren die meiste Zeit mit Licht.
  • Dazu kommen Stromfresser, wie beheizte Heck- und Frontscheiben, Spiegel und Sitze.

Wenn der Wagen im Winter nur mühsam oder gar nicht anspringt, ist meistens ein altersschwacher oder leerer Akku schuld. Besonders KurzstreckenfahrerInnen bekommen oft Probleme mit Ihren Akkus, denn die Lichtmaschine lädt die Batterie erst nach einer Distanz von ungefähr sieben bis zehn Kilometern wieder auf.
Kontrollieren Sie den Stand der Batterieflüssigkeit: Sind die Bleiplatten nicht mehr komplett bedeckt, lässt die Leistung nach. Falls nötig, füllen Sie destilliertes Wasser auf. Pole und Anschlussklemmen sollten unbedingt sauber und gefettet sein. Das verhindert Kriechstrom und verbessert ihre Leitfähigkeit.

 

7. Lichtcheck machen

Im Winter verschmutzen die Scheinwerfer innerhalb kürzester Zeit. Dadurch verlieren sie einen Teil ihrer Leuchtkraft. Von anderen VerkehrsteilnehmerInnen werden Sie aufgrund dessen möglicherweise nicht rechtzeitig bemerkt. Bei Dämmerung sehen Sie schlechter. Darum sollten Sie Ihre Leuchten regelmäßig reinigen.
Prüfen Sie zusammen mit einer zweiten Person, ob Ihre Brems- und Rücklichter und das Abblend-, Stand- und Fernlicht ordnungsgemäß funktionieren.

 

8. Unterbodenschutz kontrollieren

Der jährliche Winter-Check ist eine gute Gelegenheit, um auch den Unterbodenschutz Ihres Fahrzeugs kontrollieren zu lassen. Die Mischung aus Nässe, Salz und Auftaumitteln auf der Fahrbahn setzt der Unterseite Ihres Autos erheblich zu. Beschädigungen sollten unbedingt ausgebessert werden.

 

9. Winterzubehör einladen

Zubehör, das Sie während der kalten Monate an Bord haben sollten:

  • Eiskratzer
  • Handfeger und Besen zur Beseitigung von Schnee
  • Handschuhe
  • Abdeckfolie für die Windschutzscheibe
  • Isolationsfolie für die Scheibenwischer
  • Starthilfekabel, wenn der Akku versagt
  • Ein oder zwei Decken, falls Sie im Stau stecken bleiben
  • Schneeketten, für den Fall, dass Sie das entsprechende Verkehrsschild erreichen.

 

10. Schneeketten mitführen

Es ist zwar für PKWs keine Pflicht, Schneeketten dabei zu haben. Aber wenn Sie ein blaues Verkehrsschild mit weißen Reifen und Schneeketten sehen, dürfen Sie ohne Schneeketten nicht weiterfahren. An mindestens zwei Antriebsräder müssen Sie in diesem Fall Schneeketten anlegen.

 

11. Volltanken

Je voller Ihr Tank ist, desto geringer ist das Risiko, dass die Treibstoffleitungen Ihres Autos zufrieren. Das passiert in den meisten Fällen durch Kondenswasser, das sich bei einem nahezu leeren Tank an den Wänden sammelt, zum Boden des Tanks fließt und dort einfriert.

 
 
 

Winter-Check: Wintertauglichkeit von Profis prüfen lassen

Falls Ihr Wagen ohnehin demnächst zur Inspektion muss, verlegen Sie den Termin doch einfach vor. Viele Werkstätten bieten ganze Winter-Checks an. ChipsAway hilft Ihnen bei der Behebung von Schäden an Karosserie und Scheibe.

 

Übersicht der wichtigsten Prüfelemente bei einem Winter-Check

  • Beleuchtung: Wie ist der Zustand der Scheinwerfer? Ist alles korrekt eingestellt?
  • Kühlsystem: Ist genug Flüssigkeit vorhanden? Wie sieht es mit der Dichtheit aus?
  • Scheibenwischanlage: Müssen die Wischerblätter ausgewechselt werden? Fehlt Frostschutz Scheibenreiniger?
  • Motor: Stimmt der Ölstand?
  • Keilrippenriemen: Sind Verschleißerscheinungen erkennbar?
  • Autobatterie: Wie ist der Ladezustand? Muss der Akku altersbedingt ausgetauscht werden?
  • Winterreifen: Reicht die Profiltiefe noch aus? Sind Reifen und Felgen unversehrt?

 
 
 

Garage als Pluspunkt

Im Winter zahlt sich das Abstellen des Autos in einer Garage aus. Sie müssen Ihren Wagen morgens nicht erst umständlich von Schnee und Eis befreien, sondern können sofort losfahren. Um eingefrorene Schlösser und die Pflege der Gummidichtungen brauchen Sie sich dann keine Sorgen zu machen – so kalt wird es in der Regel in der Garage nicht. Ein weiterer Vorteil: Ihr PKW ist vor Feuchtigkeit und Korrosion geschützt.

 
 
 

Auto waschen im Winter – Ja oder nein?

Apropos Feuchtigkeit: Viele Autofahrer und Autofahrerinnen sind unsicher, wenn es um das Waschen des Wagens geht. Darf das Auto während der kalten Monate überhaupt in die Waschanlage? Die Antwort ist: Ja! Bei leichten Plusgraden können Sie Ihren Wagen auch im Winter unbesorgt durch die Waschstraße schicken. Die Gefahr ist sehr gering, dass Putzwasser festfriert und die Türen hinterher nicht mehr aufgehen. Waschstraßen sind beheizt, sodass der PKW vor der Ausfahrt besser trocknen kann als bei einer Wäsche im Freien.

 

Tipps zur Autoreinigung im Winter

  • Achten Sie vor der Wagenwäsche darauf, dass Ihr Auto komplett von Schnee und Eis befreit ist. Sonst drohen Lackschäden.
  • Spülen Sie bei der Vorwäsche mit dem Dampfstrahler das Salz herunter. Andernfalls kann es sich schlimmstenfalls in den Lack graben.

Mit regelmäßigen Besuchen in der Waschanlage wappnen Sie den Unterboden und den Lack Ihres Fahrzeugs gegen Schmutz und Salz. Außerdem wird ein sauberer Wagen im Straßenverkehr besser wahrgenommen als ein stark verschmutzter.

 
 
 

Wichtige Hinweise zum Fahren bei Schnee und Eis

Das Fahren bei Schnee und Eis ist oft kein Vergnügen. Wenn Sie ein paar einfache Regeln beachten, können Sie einiges zur Verbesserung der Sicherheit tun:

  1. Befreien Sie Ihr Auto vor Fahrtantritt komplett von Schnee und Eis. Sie brauchen freie Sicht. Falls nötig, säubern Sie beschlagene Scheiben von innen mit einem Schwamm. Feuchtigkeit bekommen Sie mithilfe eines Luftbefeuchters aus dem Wageninneren.
  2. Es ist gesetzlich verboten, den Motor bei stehendem Fahrzeug warmlaufen zu lassen. Das verursacht unnötige Abgase und belastet die Umwelt.
  3. Bei Straßenglätte ist entscheidend, dass Sie vorausschauend und behutsam fahren. Treten Sie nicht zu hart aufs Gas. Vermeiden Sie abrupte Bremsmanöver und schnelle Lenkbewegungen. Fahren Sie im Winter möglichst defensiv und halten Sie einen großen Sicherheitsabstand zu dem Fahrzeug vor Ihnen.
  4. Gerät Ihr Auto ins Schleudern, nehmen Sie den Fuß vom Gas und lenken Sie gegen.
  5. Verzichten Sie auf Schleichwege. Viel befahrene Straßen werden besser geräumt und gestreut als kleine Nebenstraßen.

ChipsAway wünscht Ihnen eine gute und vor allem sichere Fahrt!